Stumpf

Aufgabe und Befugnis; Das wirtschaftsverfassungsrechtliche System der europäischen Gemeinschaftsziele, dargestellt in seinen Auswirkungen auf die Freistellung vom Kartellverbot

Klostermann
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Ausgehend von der im Wirtschaftsleben europäischer Unternehmen eminent wichtigen, jedoch bisher weder theoretisch noch praktisch zufriedenstellend bewältigten Freistellung vom Kartellverbot wird zunächst die Frage nach den rechtlichen Massstäben der Freistellung vom Kartellverbot als Zielproblem formuliert. In der Entfaltung der damit in den Blick gerückten Gemeinschaftsziele werden die Gemeinschaftsaufgabe als sachliche allgemeine handlungseröffnung und, nachdem die Befugnisbedürftigkeit allgemein eröffneten Gemeinschaftshandeln in jeweils unterschiedlichen Formen unterscheidet, und dass das Freistellungsrecht als Teil des Rechtvollzugs unterworfen ist. Der Gemeinschaftsauftrag erscheint in der Analyse in mehreren Komponenten, die allesamt durch das Zusammenspiel von Marktprinzip als bürgerbezogenem Handlungsregulativ und Integrationsprinzip als mitgliedstaatenbezogenem Handlungsregulativ gekennzeichnet sind. Das Freistellungsrecht ist beim derzeitigen Integrationsstand dabei ausschliesslich unter die Auftragskomponente des Gemeinsamen Markte, dagegen nicht unter die Wirtschafts- und Währungsunion oder die gemeinsamen Politiken bzw. Massnahmen zu subsumieren. Das bedeutet, dass Freistellungentscheidungen der Gemeinschaft nur wettbewerbsrechtlichen, nicht dagegen wirtschaftspolitischen oder allgemeinpolitischen Motiven folgen dürfen. Mit konkreten Folgerungen für die Operabilität dieses Zielsystems für die Rechtsanwendung nachgewiesen.

Gebonden | Duits
Verschenen in 1999
Rubriek:

  • NUR: Ondernemingsrecht
  • ISBN-13: 9783465029908 | ISBN-10: 3465029909