Nill-Theobald

"Defences" bei Kriegs- verbrechen am Beispiel Deutschlands und den USA; Zugleich ein Beitrag am Beispiel Deutschlands und den USA

Max Planck Institut
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Durch die Ereignisse im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda hat die völkerstrafrechtliche Diskussion einen neuen politischen Schub erfahren. Während ein Internationaler Strafgerichtshof mittlerweile errichtet wurde - wenn auch bislang nur mit einer Ad-hoc-Strafgerichtsbarkeit - ist die Entwicklung materiellrechtlicher Regeln des Völkerstrafrechts nicht mit entsprechender Dringlichkeit vorangetrieben worden. So dokumentieren die jüngst verabschiedeten Entwürfe der International Law Commission, einem Nebenorgan der UNO, dass insbesondere die Diskussion über einen Allgemeinen Teil eines Völkerstrafgesetzbuchs bislang eher vernachlässigt wurde. Die hier vorgelegte Arbeit zeigt die Problematik eines Völkerstrafgesetzes auf und leistet einen Beitrag zu dessen Allgemeinen Teil, indem einzelne Strafausschliessungsgründe analysiert werden. Die Autorin untersucht zunächst die bereits bekannten defences auf ihre völkerrechtliche Anerkunnung hin, um dann deren Voraussetzungen, Struktur und dogmatische Einordnung herauszuarbeiten. Im Mittelpunkt der Analyse stehen das Handeln auf Befehl, die Notstandsfrage und die Repressalie. Bezüglich der übrigen defences begnügt sich die Arbeit mit einer Problemanalyse. In der gegenwärtigen völkerstrafrechtlichen Diskussion bietet die Untersuchung wertvolle Ansätze für die Reform.

465 pagina's | Duits
Verschenen in 1998
Rubriek:

  • NUR: Internationaal (publiek)recht
  • ISBN-13: 9783861139508 | ISBN-10: 3861139502