Der Golem
Leverbaar
(...). Gustav Meyrink setzt in seinem Roman "Der Golem" dem Schachmeister Charousek ein literarisches Denkmal. Doch er schreibt keinen Schachroman, er schreibt auch keine Biographie über Charouseks Leben sondern er baut den realen Charousek als Figur in seinem Roman ein, als eines der drei Spiegelbilder der Hauptperson Pernath auf der Suche nach dem Golem und seiner eigenen Vergangenheit. Er verleiht seinem Medizinstudenten Innozenz Charousek die unheilbare Schwindsucht des Schachmeisters, eine Rastlosigkeit und feurigen Eifer, die sich auch in dessen Schachstil zeigte, planvolles, schach-strategisches Vorgehen und vor allem... seine Liebe für das Königsläufergambit (siehe unten). Doch Charousek ist nur eine Figur in Gustav Meyrinks Roman "Der Golem", der vieles zugleich ist: ein Schauerroman in der Tradition E.T.A. Hoffmanns oder Edgar Allen Poes und ein Schlüsselroman des deutschen Expressionismus, er vermischt einen Kriminalfall mit tiefenpsychologischen Deutungen ebenso wie mit kabbalistischen und theosophischen Einflü�en, altägyptischen Mythen und der jüdischen Sage um den Golem in der beklemmenden Athmosphäre des alten Prager Ghettos in den letzten Zügen vor der anstehenden Sanierung. (...). BRON: http://www.magiers.de/schach/meister.html
320 pagina's | Duits
Verschenen in 2004
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