Die Geburt der griechischen Weisheit; Der Skythenprinz Anacharsis; Der Skythenprinz Anacharsis
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Anacharsis, der zum Kreis der Sieben Weisen gerechnet wird, wird zum ersten Mal bei Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Er ist der Fremde, ein skythischer Nomadenprinz, der nach Griechenland kommt, sowohl um zu lernen als auch - da er selbst ein Weiser ist - um anderen ein Lehrer zu sein. Für die Griechen ist die nomadische Lebensform der Skythen exotisch. Dennoch gilt Anarcharsis ihnen als Kulturbringer, dem sie zivilisatorische Errungenschaften wie den Blasebalg, die Töpferscheibe und den doppelten Anker verdanken. Die für Nomaden charakteristische Mobilität, ihre Besitzlosigkeit und die Ernährung von Milch und Käse lassen Anacharsis schlie�lich zum Vertreter einer einfachen, naturverbundenen und vorbildlichen Lebensweise werden. Im Bild vom 'edlen Wilden' lebt dieses Muster in der frühen Neuzeit wieder auf und entfaltet eine Wirkmächtigkeit, die bis ins 20. Jahrhundert reichen sollte.
208 pagina's
Verschenen in 2010
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