Durchsetzung des Gemeinschaftsrechts von Francovich zu Köbler: zwölf Jahre gemeinschaftsrechtliche Staatshaftung

Bundesanzeiger
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In November 1991 - übrigens genau eine Woche nach Eröffnung der Europäischen Rechtsadademie Trier (ERA) - verkündete der Europäische Gerichtshof das Urteil Francovisch & Bonifaci, mit dem er erstmals rechtsfortbildend den gemeinschaftsrechtlichen Grundsatz der Haftung der Mitgliedstaaten für gemeinschaftrechtswidriges Verhalten feststellte. Die Bedeutung dieser Entscheidung, die sich zunächst nur auf den Fall eines durch die Nichtumsetzung einer Richtlinie durch einen Mitgliedstaat entstandenen Schadens bezog, für die Entwicklung der gemeinschaftlichen Rechtsordnung kann nicht überschätzt werden. Der EuGH hat in ständiger Rechtsprechung seither die Bereiche der gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftung auch auf legislatives (Factortame, Brasserie du Pêcheur) und justielles (Köbler) Unrecht erweitert. Auch das Haftungsrecht der Mitgliedstaaten musste sich der Francovich-Rechtsprechung anpassen und beispielswiese in Deutschland den vorher unbekannten Grundsatz staatlicher Haftung für legislatives Unterlassen zulassen. Zehn Jahre nach Verkündung der Frankovich-Entscheidung führte die ERA im Sommer 2001 ein Kolloquium durch, das sowohl die gemeinschaftsrechtliche Bedeutung und Weiterentwicklung der Frankovich-Rechtsprechung analysierte als auch die Rezeption der Francovich-Rechtsprechung in den wichtigsten Mitgliedstaaten nachzeichnete. Die - insbesondere im Hinblick auf die KöblerEntscheidung vom Sommer 2003 - aktualisierten Beiträge zu dieser Veranstaltung sind in diesem Band der ERA-Schriftenreihe gesammelt. Zu den Referenten und Autoren gehört auch der im Francovich-Fall zuständige Generalanswalt Mischo.

200 pagina's | Duits
Verschenen in 2004
Rubriek:

  • NUR: Staats- & Bestuursrecht
  • ISBN-13: 9783898173179 | ISBN-10: 3898173178