Eija-Liisa Ahtila
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Seit ihren ersten öffentlichen Auftritten in den1990er-Jahren ist Eija-Liisa Ahtila zu einer der bedeutendsten Vertreterinnender Videokunst geworden. Die Finnin inszeniert in ihren Filmen, die sie selbstals »menschliche Dramen« bezeichnet, Personen, die sich in einem instabilenUmfeld befinden und von ihren Emotionen beherrscht werden. Sie benutzt dazuVokabular und Techniken des »gro�en Kinos« und bedient sich verschiedenerfilmischer Genre. Ahtila spielt mit Wahrnehmungsphänomenen und hinterfragt diemenschliche Fähigkeit, Realität zu erfassen oder wiederzugeben. In ihren jüngeren Arbeiten geht sie über tradierte Erklärungsmuster zur spezifischfinnischen oder nordeuropäischen Mentalität hinaus Lichtmangel, Melancholie,Wahnsinn und stellt stattdessen Fragen in den Vordergrund, die einem Konzeptvon Normalität und Divergenz vorgeordnet sind: existentiell-abstrakte Themen wie Miteinander und Ausgrenzung, Kindheit und Gewalt, Leben und Tod.
192 pagina's | Engels
Verschenen in 2008
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