Gemeinsame naturgüter in Völkerrecht; Eine Studie zur Knappheit natürlicher Ressourcen und den völkerrechtlichen Regeln zur Lösung von Nutzungskonflikten
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In dem Maße, wie künftig ein steigender Bedarf an natürlichen Rohstoffen einem schrumpfenden Bestand an Natur- und Umweltgütern gegenübersteht, wird es weltweit zu Nutzungs- und Allokationsstreitigkeiten kommen. Das vorliegende Buch untersucht die Normen des Völkerrechts, welche sich auf alle in diesem Sinne gemeinsamen Naturgüter, seien es etwa Wassereinzugsgebiete, Ölfelder oder Fischschwärme, beziehen. Dabei wird eine bislang fehlende allgemeine völkerrechtliche Definition gemeinsamer Naturgüter erarbeitet. Die Arbeit überschreitet damit den regelmäßig auf das internationale Wassernutzungsrecht beschränkten Rahmen bisheriger Untersuchungen auf diesem Gebiet. Bei der Untersuchung der im Einzelnen anwendbaren, materiellen und verfahrensrechtlichen Normen erfährt das umstrittene Verhältnis des Grundsatzes angemessener und gerechter Nutzungsaufteilung zum allgemeinen umweltvölkerrechtlichen Schädigungsverbot besondere Aufmerksamkeit. Völkerrechtliche Unterlassungspflichten in Bezug auf grenzüberschreitend umweltwirksame Nutzungstätigkeiten sind Gegenstand näherer Betrachtung. Die bislang herrschende Theorie der beschränkten territorialen Souveränität wird kritisch beleuchtet. Als Alternative wird die Figur der Rechtsgemeinschaft zur dogmatischen Begründung des geltenden Rechts fruchtbar gemacht. Die Untersuchung schließt mit einer kurzen Zusammenfassung in englischer Sprache. Für Hochschulen, Forschungseinrichtungen, international arbeitende Behörden, Gerichte und Verbände.
Paperback | 575 pagina's | Duits
Verschenen in 2004
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