Handbuch des Unterhaltsrechts
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Die richtige Ermittlung eines Unterhaltsanspruchs erfordert großes Detailwissen, das sich keineswegs nur auf Normen des BGB bezieht, sondern darüber hinaus steuerrechtliche und öffentlich-rechtliche Bezüge herstellen muss. Ein eigenes Kapitel befasst sich daher mit dem praxisrelevanten Steuerrecht, soweit es unterhaltsrechtlich relevant ist. Das Werk enthält u.a.: - Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens - Ehegattenunterhalt - Kindesunterhalt - Besonderheiten beim nichtehelichen Kind - Sonstiger Verwandtenunterhalt - Vertragliche und öffentlich-recht-liche Unterhaltsrechtsverhältnisse - Unterhaltsprozess - Unterhalt in Fällen mit Auslandsbezug - Unterhalt und Steuerrecht Durch zahlreiche konkrete Arbeitshilfen wie Zusammenfassungen, Berechnungsbeispiele sowie Checklisten erhält das Werk eine deutlich praxisbezogene Ausrichtung. Die 11. Auflage berücksichtigt die Reform des Unterhaltsrechts. Auslöser war eine grundlegende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichbehandlung ehelicher und nichtehelicher Kinder im Rahmen des Anspruchs nach § 1615l BGB. Das Reformgesetz bringt vor allem eine Verbesserung der Rechtsstellung der Kinder. Diese stehen nunmehr allein an erster Stelle unter den Unterhaltsberechtigten. Sodann wird der Grundsatz der Eigenverantwortung der früheren Ehepartner für ihren Unterhalt gesetzlich festgeschrieben. Die Frage, ob ein geschiedener Ehepartner eine angemessene Erwerbstätigkeit aufzunehmen hat, wird strenger geprüft. Künftig werden die Gerichte Möglichkeiten erhalten, den nachehelichen Unterhalt zu befristen oder der Höhe nach zu begrenzen. Schließlich bringt die Reform eine Vereinfachung des Unterhaltsrechts. Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder wird in Anlehnung an den steuerlichen Freibetrag für das sächliche Existenzminimum (Kinderfreibetrag) gesetzlich definiert. Eingearbeitet ist die FGG-Reform, soweit sie für das Verfahren in Unterhaltssachen von Bedeutung ist. Gleiches gilt für weitere aktuelle Reformgesetze zum Zugewinnausgleich und zum Versorgungsausgleich. Berücksichtigt sind die zum neuen Recht bereits ergangenen Entscheidungen des BGH, z.B. aus jüngster Zeit: - zur Unterhaltsberechnung bei nachehelichen Karrieresprung - zu vertraglichen Vereinbarungen über die Begrenzung von Kindesunterhalt - zur Inhaltskontrolle von Eheverträgen betreffend den Unterhalt - zu den Voraussetzungen des nachehelichen Betreuungsunterhalts - Altersphasenmodell - - zu Kindergartenbeiträge und Tabellenunterhalt u.a.m. Die Herausgeberin, Professor Dr. Elisabeth Koch ist durch zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. im Münchener Kommentar zum BGB, hervorgetreten. Die Autoren sind Rechtsanwälte, Richter und Notare, die als Spezialisten des Familienrechts ausgewiesen sind. Für Richter, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Jugendämtern, Sozialämtern.
Leinen | 700 pagina's | Duits
11e druk | Verschenen in 2010
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