Straumann

Hugo Grotius und die Antike; Römisches Recht und römische Ethik im frühneuzeitlichen Naturrecht

Nomos Verlag
€ 52,50

Leverbaar

Als Hugo Grotius 1604 vor der Aufgabe stand, die Beschlagnahme eines portugiesischen Schiffes durch eine Niederländische Handelsgesellschaft in den Meerengen von Singapur rechtlich zu verteidigen, begegnete er dieser Herausforde-r rung durch die Entwicklung eines konfessionell neutralen Naturrechts, das sowohl die sich herausbildenden souveränen Staaten als auch private Akteure als Subjekte anerkannte. Es ist die These des vorliegenden Buches, dass sich Grotius bei der formulierung dieses Naturrechts massgeblich einer römischen normativen Tradition bediente. Die vorliegende Arbeit vermochte die ursprüngliche Hypothese zu erhärten und, mit der Konstatierung einer Abhängigkeit des Grotius vornehmlich von römischen Quellen, zusätzlich zu qualifizieren. Im Hinblick auf die Völkerrechtsgeschichte mag die Untersuchung dazu dienen, auf die vor- und frühstaatlichen Anfänge des modernen Völkerrechts vor dem Aufstieg des Positivismus hinzuweisen und daran erinnern, dass auch heute für 'ius cogens', Obligationen 'erga omnes' und inhärente Rechte von Staaten letztlich nur naturrechtlich argumentiert werden kann end dass diese Argumente oftmals in der hier erhellten römischen Tradition stehen.

Ingenaaid | 221 pagina's | Duits
Verschenen in 2007
Rubriek:

  • NUR: Algemeen recht
  • ISBN-13: 9783832926922 | ISBN-10: 3832926925