Informations- und Kommunikationskriminalität; BKA Herbsttagung 2003

Luchterhand
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Die Phänomenologie der IuK-Kriminalität reicht von der missbräuchlichen Verwendung von Telekommunikationsanlagen (sog. "Phreaking") bis hin zu den bisher hypothetischen Bedrohungsszenarien, die durch Angriffe auf kritische Infrastrukturen (sog. "Cyber-Terrorismus") entstehen können. Daneben bietet das Internet im Rahmen des E-Commerce eine willkommene Plattform der verschiedensten Betrugsformen. Durch die möglich gewordenen neuen digitalisierten Begebungsweisen des klassischen Deliktspektrums bereitet das Internet als "Nervensystem" der modernen Dienstleistungsgesellschaft der Strafverfolgung enorme Probleme. So wurde denn auch auf der Herbsttagung 2003 des Bundeskriminalamtes der Bogen von der "schönen neuen Welt" bis hin zu den "Schattenseiten" des modernen Mediums gespannt. Die Fragestellung, ob rechtsfreie Räume in einem gewissen Umfang zugelassen werden, die Anarchie im Netz also akzeptiert wird, zeigt das Spannungsfeld zwischen Strafverfolgung und Wirtschaft auf. Dieser Herausforderung muss sich die Strafverfolgung zukünftig stellen. Klassische Denkmuster und hergebrachte Methoden müssen einem neuen Instrumentarium weichen, das den neuen Bedingungen gerecht wird. Auch wenn das Internet der Strafverfolgung technische und tatsächliche Grenzen setzt, darf dies nicht heißen, das Feld zulasten der Sicherheit der Bürger preiszugeben. Dass dies nur in einem umfassenden und vorbehaltlosen Dialog aller Gesellschaftsschichten erfolgreich sein kann, wurde auf der BKA-Tagung deutlich.

Paperback | 180 pagina's | Duits
Verschenen in 2004
Rubriek:

  • NUR: Straf- & strafprocesrecht
  • ISBN-13: 9783472061083 | ISBN-10: 3472061081