Mittheilungen des K. K. Oesterreich. Museums Für Kunstgewerbe
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Das historische Buch konnen zahlreiche Rechtschreibfehler, fehlende Texte, Bilder, oder einen Index. Kaufer konnen eine kostenlose gescannte Kopie des Originals (ohne Tippfehler) durch den Verlag. Nicht dargestellt. 1892 Auszug: ... In einer Beziehung allerdings halte ich die bukowinischen Teppiche fur verbesserungsfahig, auch unter unangetasteter Beibehaltung des traditionellen Hausfleisssystemes. Ich meine die Spalten in der Textur, bei deren Offenlassen nach orientalischer und sudslavischer Weise der kunstlerische Charakter nur gewinnen konnte. Versuche nach dieser Richtung wurden, wie die Ausstellung lehrte, schon gemacht. Es waren da namlich Nachahmungen von siidslavischen Kilims zu sehen. Ob damit eine bewusste Versuchsabsicht nach der angedeuteten Richtung verbunden war, weiss ich nicht und glaube ich sogar nicht; das Eine scheint aber daraus hervorzugehen, dass die Sache den Bauerinnen, die den betreffenden Teppich copirt haben, keine Schwierigkeit gemacht hat, da die Copie ganz gut gelungen war. Aber wie schon gesagt, ich mochte doch lieber noch die verwasserten Contouren mit in den Kauf nehmen, als dass den Bauerinnen etwas zugemuthet wurde, was sie mit Unlust ergreifen und von dessen Erspriesslichkeit sie sich nicht selbst sofort uberzeugen, was bekanntlich beim Landvolk immer und uberall seine mitunter unubersteigbaren Schwierigkeiten hat. Nur in einem Punkte ist die Qualitat des bukowinischen Teppichs in neuerer Zeit in beunruhigender Weise zuruckgegangen: in der Farbe. Es ist dies derselbe Punkt, der die podolische Kilimwirkerei so reformbedurftig gemacht hat und der selbst in der orientalischen Teppichknupferei eine wenngleich bisher nur episodische Verwustung angerichtet hat. Die Ursachen hiefur sind bekannt; eine Umkehr von den chemisch bereiteten Farben zu den Krauterrecepten der fruheren Zeit scheint aus wirthschaftlichen u
Ingenaaid | 166 pagina's
Verschenen in 2014
ISBN-13: 9781235430091 | ISBN-10: 123543009X