Montagskind; Aus dem Leben eines Dreieckigen.; Aus dem Leben eines Dreieckigen.
Leverbaar
Montagskinder beobachten. Montagskinder passen ganz genau auf. An einem Montag im vorletzten Kriegsjahr erblickt Joachim Arth das Licht der Welt. Einer Welt, in der er immer der Dritte sein wird. Beizeiten schon hält er sich an seine eigenen zehn Gebote, anfangs, um geliebt zu werden, später, um »durchzukommen«. Denn die Welt ist geteilt, im Gro�en wie im Kleinen. Immer steht er irgendwie dazwischen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen eigenem Kopf und den Erwartungen der anderen, zwischen innerster �berzeugung und Staatsideologie, zwischen seinen Leidenschaften und seinen Selbstzweifeln auf der Suche nach der Hauptsache im Leben. Und so setzt er seine geheimen Hoffnungen schlie�lich auf die »dritte Möglichkeit«, seine allererste Begabung, das Geschichtenerzählen und darauf, da� er ein Montagskind ist. Bernd Schremmers autobiographisch gefärbter Entwicklunsgroman lä�t den Leser vom erstem Atemzug des Joachim Arth an mitwachsen. Er mu� nicht an irgendeiner Lebensstation des Protagonisten einsteigen und sich dessen Wesens- und Eigenart zurechtlesen. »Montagskind« führt vor, wie ein Individuum sich formt, wie es sich anpa�t, wie es trotzt, wie es liebt, wie es leidet und wie es versucht, voranzukommen in einer Welt, deren Erwartungen zu erfüllen oder zu enttäuschen jedem von uns freisteht. In einer so gewagten wie gelungenen Kombination von kindlich-naiver Wahrnehmung und realhistorischen Fakten entsteht das Porträt eines Menschen, der einem am Ende des Romans vertraut ist wie die eigene Hand, und das Porträt eines bewegten Abschnitts deutscher Geschichte.
323 pagina's
Verschenen in 2009
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