Produkthaftungshandbuch; 2 Bände
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Mehrere Jahre nach Inkrafttreten des Produkthaftungsgesetzes liegt nun mit der Entscheidung des BGH vom 9. 5.1995 (Limonadenflasche III) die erste Grundsatzentscheidung eines höchsten Gerichts zum Produkthaftungsgesetz vor. Daneben haben in den vergangenen Jahren mehrere aufsehenerregende und auch in der Tagespresse lebhaft diskutierte Fälle ihren gerichtlichen Abschluß gefunden (Kindertee-Fälle, Holzschutzmittelprozeß). Jüngst hat ein Oberlandesgericht eine Rekord-Schmerzensgeldsumme von 500.000DM für die Erblindung eines Kindes wegen einer explodierten Limonadenflasche zugesprochen. Die Haftung der Unternehmen für fehlerhafte Produkte und die Möglichkeit, solche Schadensfälle durch geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen zu vermeiden, ist daher nicht nur durch die immer strengere Rechtsprechung von großer Bedeutung. Die Neuauflage dieses Praxishandbuches befaßt sich beispielsweise im deliktsrechtlichen Teil mit den Themen: - Rückrufpflichten bei Gefährdung der Allgemeinheit - Haftungsbeschränkung durch Betriebsaufspaltung - persönliche Haftung von Organpersonen - Verkehrspflichten von Geschäftsführern - Pflichtenbereiche von Vertriebshändlern - schuldhafte Verstöße des Herstellers gegen Befundsicherungspflichten. Der wesentlich erweiterte strafrecht-liche Teil behandelt u.a.: - zeitlicher Handlungsspielraum bei Rückrufpflichten - Rückrufpflichten bei sog. Schwebezuständen - individuelle Sorgfaltspflichtverlet-zungen als Voraussetzung strafrechtlicher Verantwortung - produkthaftungsrechtliche Relevanz fahrlässiger Unterlassungsdelikte - strafrechtliche Verantwortlichkeit und Pflichtenkreis von Betriebsinhabern und Geschäftsführern. Neu aufgenommen in das Handbuch wurde ein Abschnitt zu dem in der wirtschaftlichen Praxis immer bedeutsameren Thema Qualitätssicherungsvereinbarungen, insb. zwischen Hersteller- und Zuliefererbetrieben.
Leinen | 1792 pagina's | Duits
2e druk | Verschenen in 1997
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