Staatenverantwortlichkeit für Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen
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Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen werden nicht von Einzeltätern begangen. Vielmehr setzen diese völkerrechtlichen Straftatbestände einen Rahmen voraus, in welchem sie vorbereitet und ausgeübt werden können: den Staat. Eine Vervolgung der Einzeltäter wird der Dimension dieser Verbrechen deshalb niemals gerecht. Will man die Tragweite dieser Verbrechen erfassen, ist es notwendig, dass auch die Staaten zur Verantwortung gezogen werden. Nach einer Analyse der von der UN-Völkerrechtskommission 2001 verabschiedeten Kodifikation zur Staatenverantwortlichkeit beschäftigt sich das vorliegende Buch einerseits damit, ob Staaten die genannten Verbrechen überhaupt begehen können und auf welche Weise sie dafür zur Verantwortung gezogen werden können, andererseits mit der Frage, ob sich Staaten für die unterlassene Strafverfolgung der Einzeltäter verantwrortlich machen können. In diesem Zusammenhang werden die genannten völkerrechtlichen Straftatbestände als zwingendes Völkerrecht, als Verpflichtung gegenüber der Staatengemeinschaft als Einheit und als Gefährdung des Weltfriedens und der Internationalen Sicherheit charakterisiert, womit ein Beitrag zur Anerkennung von qualifizierte Rechtsfolgen auslöst.
184 pagina's | Duits
Verschenen in 2003
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