Stadtgemeinde und Ständegemeinschaft; Formen der Integration und Distinktion in der frühneuzeitlichen Stadt; Formen der Integration und Distinktion in der frühneuzeitlichen Stadt
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In vormodernen Gesellschaften herrschte ein latentes Spannungsverhältnis zwischen dem Ideal hierarchischer Abschichtung, die als Grundlage sozialer Ordnung betrachtet wurde, und der Notwendigkeit, die unterschiedlichen Gruppen und Korporationen zu integrieren. Für die frühneuzeitlichen Städte mit ihrer ausgeprägten gesellschaftlichen Differenzierung und sozialen Mobilität galt dies in besonderem Ma�e. Die Beiträge des vorliegenden Band widmen sich der Frage, wie die sozialen Gruppen in den Städten nach Integration und Distinktion strebten, und wie die Obrigkeiten dies zu normieren versuchten. In den Blick genommen werden dabei vor allem Akte der symbolischen Kommunikation, in denen Vorstellungen von gesellschaftlicher Ordnung visualisiert wurden, etwa Prozessionen, Umzüge oder Schützenfeste. Ebenso werden Alltagssituationen auf ihr Potenzial hin untersucht, Differenz und Einheit in städtischen Gesellschaften zu symbolisieren. Das Spektrum der untersuchten Städte reicht von der europäischen Metropole Venedig bis zu einer mittleren Reichsstadt wie Schwäbisch Hall.
264 pagina's
Verschenen in 2007
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