Politikwissenschaft im „Zeitalter der Diktaturen“

Die Entwicklung der Totalitarismustheorie Carl Joachim Friedrichs

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Paperback, 326 blz. | Duits
VS Verlag für Sozialwissenschaften | 0e druk, 2012
ISBN13: 9783322974259
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Samenvatting

Die wissenschaftliche Biographie des jungen Politikwissenschaftlers Carl J. Friedrich und die Rekonstruktion seiner Totalitarismustheorie verbindet sich in diesem Band mit einer ganz neuen Perspektive auf die Traditionen der deutschen Politikwissenschaft. Die klassische Totalitarismustheorie ist kein Produkt der Opposition gegen den Nationalsozialismus oder des "Kalten Krieges"; sie hat ihre Wurzeln in der staatswissenschaftlichen Debatte um die Diktatur des Weimarer Reichspräsidenten. Der deutsche Politikwissenschaftler Carl J. Friedrich suchte als Professor für Regierungslehre in den USA der zwanziger und dreißiger Jahre nach einer Rechtfertigung solcher Übergangsdiktaturen. Verwurzelt in den Heidelberger Sozialwissenschaften um Alfred Weber und in zunächst unkritischer Anlehnung an Carl Schmitt entwirft Friedrich hierbei eine zeitgenössische Theorie für das damalige "Zeitalter der Diktaturen". Diese klassisch gewordene Theorie der deutschen Politikwissenschaft kann somit nicht als Theorie der Demokratie oder als prinzipielle Diktaturkritik interpretiert werden; sie stellt vielmehr eine Theorie legitimer "konstitutioneller" Diktaturen dar und grenzt diese gegen revolutionäre, d.h. "totalitäre" Regime ab.

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ISBN13:9783322974259
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:326
Druk:0

Inhoudsopgave

1. Kapitel: Biographische Skizze.- 2. Kapitel: Zwischen Nationalökonomie und Staatssoziologie.- A. Einleitung.- B. Doktorarbeit und „Standortstheorie“.- I. Die Heidelberger Dissertation.- II. Alfred Webers „Standortstheorie“.- C. Die Heidelberger „Staatssoziologie“.- I. Alfred Webers Theorie der Demokratie.- II. Politische Führung und die „Naturkraft des Volkes“.- III. Die Innenausstattung der modernen Demokratie.- IV. Eine „Heidelberger Schule“ der Staatssoziologie?.- 3. Kapitel: Bündische Gemeinschaft und „Responsible Bureaucracy“.- A. Einleitung.- B. Politik als „res dura“.- C. Carl Joachim Friedrich und Johannes Althusius.- D. „Sachgerechte“ Politik.- E. Homogenität und Politik.- F. Die Ablehnung „charismatischer“ Führerschaft.- G. „Responsibility“ der Bürokratie.- H. Der „Common Man“.- 4. Kapitel: Gemeinschaft und Propaganda.- A. Diktatur und Propaganda.- B. Verunsicherung und Neuorientierung: Propaganda for Democracy.- C. Grundlagen einer Theorie der Propaganda.- I. Propaganda als Marktprozeß.- II. Propaganda und common man.- III. Eine rationale Theorie der gesellschaftlichen Irrationalität?.- D. Praktische Propaganda.- 5. Kapitel: Eine Theorie der totalitären Diktatur.- A. Die „klassische“ Totalitarismustheorie.- I. Carl Joachim Friedrichs Autorschaft und der Status der Theorie.- II. Die Erosion der Merkmale des Totalitarismus.- 1.) Der Wandel der Merkmale.- 2.) Der Merkmalskatalog nach der Chicagoer Tagung der American Political Science Association 1967.- a.) „The Purpose of greater simplicity“.- b.) Die Lockerung der terroristischen Kontrolle.- c.) Totalitarismus als Relativität.- III. Theoretische Grundlagen der Typenbildung.- 1.) Der Rekurs der sechziger Jahre.- 2.) Auseinandersetzung mit Max Weber.- 3.) Das Ursprungskonzept der Typenbildung.- 4.) Der Charakter der Merkmale des Totalitarismus.- B. Die Merkmale der totalitären Diktatur.- I. Die totalitäre Ideologie.- 1.) Der Ideologiebegriff.- 2.) Die Auseinandersetzung mit Karl Mannheim.- 3.) Die „totalitäre“ Ideologie.- 4.) Das „Destruction-Reconstruction-Syndrome“.- II. Diktator und Partei.- 1.) Der „pseudocharismatische“ Führer.- 2.) Die totalitäre Partei.- III. Der Terror und sein Organ: Die Geheimpolizei.- 1.) Totalitärer Terror.- 2.) Die Geheimpolizei.- 3.) Totalitarismus ohne geheimpolizeilichen Terror.- IV. Monopolisierung gesellschaftlicher Einflüsse.- 1.) Das Propagandamonopol.- 2.) Das Waffenmonopol.- 3.) Die monopolistische Kontrolle des Wirtschaftslebens.- 4.) Das bürokratische Monopol.- C. „Totalitäre Diktatur“ als eine Politik „moderner Gesellschaften“.- I. Totalitarismustheorie als Technikkritik.- 1.) Moderne Technik als Medium des Totalitarismus.- 2.) Technik und Totalitarismus bei Hans Freyer.- 3.) Technik und Totalitarismus bei Alfred Weber.- 4.) Technik und Totalitarismus: Drei Modelle.- II. Totalitarismustheorie als Demokratiekritik.- 1.) Die Rolle der Parteien in der Demokratie.- 2.) Ist Demokratie totalitär? Jacob L. Talmons Rousseau-Kritik.- 3.) Rousseaus Begriff des „volonté générale“ und die „totalitäre Diktatur“.- 6. Kapitel: Das Zeitalter der Diktaturen.- A. Auf der Suche nach einer Theorie der Diktatur.- B. Die „konstitutionelle Diktatur“.- I. Grundlagen einer Theorie der konstitutionellen Diktatur.- II. Die Rezeption von Carl Schmitts Theorie der Diktatur.- III. Konstitutionelle Diktatur und Demokratie.- C. Der Sonderfall: Die „funktionelle Diktatur“.- D. Der theoretische und praktische Problemfall: Die Militärregierung.- E. Schließlich: Der Begriff der „totalitären Diktatur“.- I. Begrifflicher und praktischer Dualismus.- II. Konstitutionalismus versus Absolutismus.- III. Konstitutionelle versus Totalitäre Diktatur.- IV. Totalitäre oder „souveräne“ Diktatur?.- 1.) Carl Schmitts Begriff der „souveränen Diktatur“.- 2.) Carl Schmitt, Carl Joachim Friedrich und der Begriff der „totalitären Diktatur“.- Friedrichs Totalitarismustheorie im politikwissenschaftlichen Diskurs. Eine Zusammenfassung.

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