Muß Verpackung Abfall sein?

Strategien zur Reduktion der Umweltbelastungen durch Einwegverpackungen

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Paperback, 248 blz. | Duits
Gabler Verlag | 1991e druk, 1991
ISBN13: 9783409139397
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Gabler Verlag 1991e druk, 1991 9783409139397
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Samenvatting

Die traditionelle Vorgehensweise des Bundesinnenministeriums und nachfolgend des Bundesministeriums fOr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Reduktion des Verpackungsabfalls aus Getrankeverpackungen besteht in der Vorgabe von Mehrweg­ quoten fOr die einzelnen Marktsegmente, die von den betroffenen Wirtschaftskreisen kritisch zur Kenntnis genommen werden, ohne daB nennenswerte Erfolge zu verzeich­ nen waren. Die Bundesregierung reagierte darauf im Dezember 1988 erstmals mit einer Ptlicht­ pfandverordnung, die sich auf Kunststoffflaschen beschrankte und zum ROckzug der 1,SI-PET-Einwegflasche durch die Coca-Cola-GmbH fOhrte. Mitte 1990 wurde ein Ver­ ordnungsentwurf vorgelegt, der die Pflichtpfandregelung auf zahlreiche Einwegverpak­ kungen - auch auBerhalb der Getrankedistribution - ausweitet und zu einer lebhaften Diskussion in der Politik, den Verbanden und der FachOffentlichkeit fOhrte. Nach eini­ gen dadurch angeregten Modifikationen wurde die "Verordnung Ober die Vermeidung von Verpackungsabfallen" am 14. November 1990 vom Kabinett beschlossen. Die vorliegende Studie des Instituts fOr Okologie und UnternehmensfOhrung untersucht den KabinettsbeschluB im Rahmen einer umfassenden Analyse moglicher Strategien zur Reduktion der Umweltbelastungen durch Einwegverpackungen. Neben der Auswertung der vorhandenen Untersuchungen stOtzen wir uns auf zahlreiche eigene Primarerhe­ bungen, die in den vergangenen 3 lahren durchgefOhrt wurden. Den daran beteiligten Industrie- und Handelsunternehmen, insbesondere Schoeller International in MOnchen, danken wir herzlich. Von den zahlreichen Institutionen, die unsere Arbeit unterstOtzen, mochten wir das Umweltbundesamt, die Gesellschaft fOr Verpackungsmarktforschung und die Fachhochschule fOr Wein- und Gartenbau in Geisenheim besonders hervorhe­ ben. Die von Herrn Manfred Hatzebruch groJ3ziigig zur VerfOgung gestellten Materia­ lien erleichterten den Einstieg in das Thema ganz erheblich.

Specificaties

ISBN13:9783409139397
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:248
Uitgever:Gabler Verlag
Druk:1991

Inhoudsopgave

Zusammenfassung.- 1 Ausgangslage, Themenstellung und Aufbau der Untersuchung.- 1.1 Verpackung und Umwelt: Status quo.- 1.2 Konkretisierung der Untersuchungsziele und Aufbau der Studie.- 1.3 Untersuchungsmethode.- I: Einweg- und Mehrwegsysteme unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten.- 2 Kostenanalyse.- 2.1 Zur Behandlung ökonomischer Sachverhalte in der Kosten-Nutzen-Analyse.- 2.2 Die Herstellungskosten von Einweg- und Mehrwegverpackungen.- 2.2.1 Definition der Herstellungskosten.- 2.2.2 Zur Bestimmung der Umlaufszahlen durch das Umweltbundesamt.- 2.2.3 Die Herstellungskosten in der Modellrechnung.- 2.2.4 Kartonverpackungen.- 2.2.5 Polyethylenterephthalat (PET).- 2.2.6 Zusammenfassung.- 2.3 Kosten im Handel.- 2.3.1 Vorgehensweise.- 2.3.2 Prämissen der Modellrechnung.- 2.3.3 Personalkosten.- 2.3.4 Raumkosten.- 2.3.5 Transportkosten.- 2.3.6 Sonstige Kosten im Handel.- 2.3.7 Zusammenfassung.- 2.4 Gesamtkostenvergleich der Einweg- und Mehrwegdistribution.- 2.4.1 Modellrechnung für Bier.- 2.4.2 Zur Übertragbarkeit der Ergebnisse.- 2.5 Kosten der Weindistribution.- 2.5.1 Besonderheiten des Weinmarktes.- 2.5.2 Die Mehrweganteile in verschiedenen Marktsegmenten.- 2.5.3 Kostenvergleich der Neuglas- und Gebrauchtglasverwendung.- 2.5.3.1 Neuglasverwendung.- 2.5.3.2 Gebrauchtglas: Spülkosten.- 2.5.3.3 Gebrauchtglas: Transportkosten.- 2.5.3.4 Zusammenfassung.- 3 Öko-Bilanzen unterschiedlicher Distributionssysteme.- 3.1 Zur Behandlung ökologischer Daten.- 3.2 Prämissen der Modellrechnung.- 3.3 Berücksichtigung der Transportwege.- 3.4 Modellrechnung für Bier.- 3.5 Ökologische Belastungen durch andere Verpackungssysteme.- 3.5.1 Verbundkarton.- 3.5.2 Polyethylenterephthalat (PET).- 4 Zusammenfassende Auswertung der Kosten-Nutzen-Analyse.- 5 Exkurs: Gesamtwirtschaftliche Aspekte der Einweg- und Mehrwegdistribution.- 5.1 Zielsetzung.- 5.2 Das Beschäftigungsargument.- 5.3 Das Konzentrationsargument.- 5.4 Zusammenfassung.- II: Strategien zur Stabilisierung und Ausweitung der Mehrwegdistribution.- 6 Determinanten der Wirksamkeit möglicher Maßnahmen.- 6.1 Vorgehensweise.- 6.2 Einweg- und Mehrwegsysteme aus der Sicht des Handels.- 6.2.1 Zur Problematik der Mehrwegdistribution im Handel: Differenz der Verkaufspreise.- 6.2.2 Zur Preiskalkulation des Handels.- 6.2.3 Der Einfluß des Handels auf den Mehrweganteil.- 6.3 Das Konsumentenverhalten.- 6.3.1 Übersicht.- 6.3.2 Die Entwicklung des Umweltbewußtseins.- 6.3.3 Einstellungen zu Einweg- und Mehrwegverpackungen.- 6.3.4 Die Konsumentenbefragung des Instituts für Ökologie und Unternehmensführung.- 7 Industriepolitische Strategien zur Stabilisierung und Ausweitung der Mehrwegdistribution.- 7.1 Übersicht.- 7.2 Diskussion der Stellungnahmen von BDI und DIHT.- 7.3 Ansatzpunkte einer nachfrageinduzierten Stabilisierung der Mehrwegsysteme.- 7.4 Realisierungschancen freiwilliger Maßnahmen: Konsequenzen einer Stabilisierung der Mehrwegsysteme für den Handel.- 7.5 Industriepolitische Strategien im Weinmarkt.- 7.5.1 Übersicht: Möglichkeiten zur Sammlung von Gebrauchtglas.- 7.5.2 Determinanten der Sammel- und Reinigungsformen.- 7.5.3 Leergutrücknahme im Handel.- 7.5.4 Konsumentenverhalten im Weinmarkt: Chancen für die Kastenware?.- 7.5.5 Zusammenfassung.- 8 Umweltpolitische Ansatzpunkte zur Stabilisierung und Ausweitung der Mehrwegdistribution.- 8.1 Übersicht: Pflichtpfand, Abgaben und Zertifikate.- 8.2 Die Politik der Bundesregierung: Pflichtpfand auf Einwegverpackungen, duales Abfallsystem und die Vorgabe von Mehrwegquoten.- 8.2.1 Bisherige Erfahrungen: Die Kunststoffverordnung vom 20.12.1988.- 8.2.2 Der Regierungsentwurf vom Juni 1990.- 8.2.3 Stellungnahmen aus der Politik und den Verbänden.- 8.2.4 Die Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen (Verpackungsverordnung — VerpackVO) vom 6.11.1990.- 8.3 Zur ordnungspolitischen Legitimation umweltpolitischer Maßnahmen.- 8.4 Wirkungsanalyse marktorientierter Instrumente: Pflichtpfand, Abgaben und Zertifikate.- 8.4.1 Übersicht.- 8.4.2 Die Pflichtpfandregelung im Rahmen der Verpackungsverordnung vom November 1990.- 8.4.3 Abgaben.- 8.4.3.1 Die Wirkungsweise einer Verpackungsabgabe.- 8.4.3.2 Anti-Kritik der Einwände gegen Abgaben.- 8.4.3.3 Konkretisierung der Verpackungsabgabe.- 8.4.4 Zertifikate.- 8.5 Die Erfahrung mit der “PET-Verordnung”: Ein Hinweis auf die Effektivität der Pflichtpfandlösung?.- 8.6 Umweltpolitisches Fazit.- 9 Zur Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Länder: Das Beispiel Italien.- 9.1 Zielsetzung.- 9.2 Ausgangssituation.- 9.3 Das Konsumentenverhalten.- 9.4 Zusammenfassende Auswertung.- III: Strategien zur Reduktion der Umweltbelastungen durch Einwegverpackungen außerhalb der Getränkedistribution.- 10 Die Verpackungsverordnung vom 6.11.1990: Ein “Mixtum Compositum” konfligierender Ansätze.- 10.1 Zielsetzung.- 10.2 Der Markt für Wasch- und Reinigungsmittel.- 10.2.1 Umweltpolitische Zielsetzung: Die Verwendung von Nachfüllverpackungen.- 10.2.2 Hypothesen zum Konsumentenverhalten.- 10.2.3 Hypothesen zum Verhalten von Industrie und Handel.- 10.3 Transport- und Umverpackungen.- 10.4 Umweltpolitisches Fazit.- 11 Mehrwegtransportverpackungen als Ausgangspunkt eines umfassenden Mehrwegsystems der Warendistribution: Ergebnisse eines Marktexperimentes.- 11.1 Zielsetzung und Vorgehensweise.- 11.2 Erhebungsdesign und erste Ergebnisse.- Anhang: Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen (Verpackungsver-ordnung — VerpackVO) vom 6.11.1990.

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