Die Hieroglyphen der inneren Welt

Romantikkritik bei E.T.A. Hoffmann

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Paperback, 410 blz. | Duits
VS Verlag für Sozialwissenschaften | 1988e druk, 1988
ISBN13: 9783531120195
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Juridisch :
VS Verlag für Sozialwissenschaften 1988e druk, 1988 9783531120195
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Samenvatting

1m Jahre 1813, als E. T. A. Hoffmann mit der Niederschrift seines ersten Marchens begann, war das Projekt einer Romantischen Poesie langst gescheitert. Friedrich Schlegel, der Begriinder der romantischen Asthetik, hatte nach dem Ubertritt zur katholischen Kirche die Idee einer neuen mythischen Kunst aufgegeben; und selbst Ludwig Tieck, der noch 1812 eine Sammlung romantischer Marchen veroffentlichte, naherte sich immer mehr einer realistischen Erzahlweise an. Fur jun­ gere Autoren wie Eichendorff, die den Glauben an ein neues mytholo­ gisches Zeitalter nie geteilt hatten, war es ohnehin selbstverstandlich, daB sie das zwielichtige Reich der Phantasie hinter sich lieBen und die Aussohnung mit der Wirklichkeit suchten. Es scheint daher nahelie­ gend, auch die Werke Hoffmanns, die realistische und marchenhafte Motive in sich vereinen, in diese allgemeine literarische Entwicklung einzuordnen. Entgegen dem popularen Hoffmann-Bild laBt sich jedoch feststellen, daB die realistischen Zuge seiner Dichtung nicht aus dem Bestreben entstanden sind, sich von den Themen und Fragestellungen der romantischen Asthetik zu losen. Wenn Hoffmann sich mehr als seine Vorgiinger den Verhaltnissen des burgerlichen Lebens zuwendet, geschieht es vor aHem in der Absicht, die Anspruche des romantischen Kunstprogramms zu reflektieren. Seine humoristische Erzahlweise, die die imaginare Welt des Dichters mit den Zwangen der Wirklichkeit konfrontiert, dient gerade der Kritik an den uberzogenen Erwartungen der romantischen Asthetik.

Specificaties

ISBN13:9783531120195
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:410
Druk:1988

Inhoudsopgave

Erster Teil Die Begründung poetischer Autonomie in den frühen Schriften Friedrich Schlegels.- I. Die Auflösung des Schönen in der modernen Poesie.- Das Schöne und das Interessante.- ‘Die unendliche Dissonanz’.- Die Vorbildlichkeit antiker Poesie.- II Das Programm der Romantischen Poesie.- Von den Vorzügen der Phantasie.- Transzendentalpoesie.- Eine neue Mythologie.- ‘Die Sympathie der Natur’.- Befreiung der Sinnlichkeit.- III. Kritik an der Romantik.- Philosophie der Restauration.- Überforderung der Kunst.- Hegels Romantikkritik.- Der ‘objektive Humor’ als Gegenentwurf zur Ironie.- Zweiter Teil Von der Beschränktheit der Phantasie. Hoffmanns Reflexion auf die Bedingungen der romantischen Poesie.- I. Hoffmanns Stellung zur Romantik.- Späte Romantik.- Zeitgenössische Urteile über Hoffmann.- Die Versuche einer literaturgeschichtlichen Einordnung.- II. Die humoristische Erzählweise.- Das serapiontische Prinzip.- ‘Prinzessin Brambilla’.- ‘Humor’ bei Solger und Jean Paul.- Humor und Ironie.- III Die dualistische Struktur des ‘Goldnen Topfs’.- ‘Ein Märchen aus der neuen Zeit’.- Die Vision unter dem Holunderbaum.- Künstler und Philister.- Auflösung der Sehgewohnheiten.- Perspektivenwechsel.- Die Hieroglyphenschrift der Natur.- IV. Der Mythos.- Phosphorus und die Feuerlilie.- Der Sündenfall.- Der Kampf mit dem Drachen.- Elementargeister.- V. Die Wiederkehr mythischer Mächte.- Künstlerliebe.- Veronika.- Hexenzauber.- Die Versuchung.- VI. Sühne und Erlösung.- Der Fall ins Kristall.- Selbstbespiegelung.- Die Frage der Schuld.- Die Entrückung nach Atlantis.- Rückblick.- Anmerkungen.- Literatur.- Quellen.- Darstellungen.

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